Daniele Barioni (* 6. September 1930 in Copparo, Italien) ist ein italienischer Opernsänger.
Zu Karrierebeginn als Bariton tätig, sang er in der Folgezeit als Tenor. 1949 debütierte er am Mailänder
Circolo Italia in einem Konzert, an dem auch die chilenische Sopranistin Claudia Parada teilnahm. 1954 gab er sein Opern-Debüt am Teatro Nuovo in Mailand in der Rolle des
Turiddu in der Oper
Cavalleria rusticana. Am 20. Februar 1956 trat er dann erstmals in der New Yorker Metropolitan Opera auf, als er den Cavaradossi in der Oper
Tosca an der Seite von Delia Rigal und
George London sang. Insgesamt war er sieben Jahre lang in 54 Auftritten für die New Yorker Oper tätig und beendete seine Zeit dort mit der Rolle der italienischen Sängers in
Der Rosenkavalier.
In seiner Karriere folgten neben weiteren weltweiten Auftritten auch die Mitwirkung im italienischen Film
Carosello di Canzoni. 1966 sang er an der Mailänder Scala, den Turiddu und Pinkerton in
Madama Butterfly. Bis 1975 war er ebenfalls weiter regelmäßig in verschiedenen us-amerikanischen Städten musikalisch aktiv.
Zu seinen weiteren Rollen gehörten: Dick Johnson in
La fanciulla del West, Ismaele in
Nabucco, Macduff in
Macbeth, Loris in
Fedora, die Titelrolle in
Andrea Chenier, Edgardo in
Lucia di Lammermoor, Calaf in
Turandot und Enzo in
La Gioconda.
Er trat am 18. Juni 1966 als Gast in der deutschen Fernsehshow
Einer wird gewinnen auf. Zwischen 1975 und 1980 wurden seine Auftritte seltener. Im Jahre 1981 gab er, mit
Renata Tebaldi als Partnerin, sein letztes Konzert im Teatro Comunale in Ferrara. Hier erhielt er den
Premio Frescobaldi 1980.